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Regelmäßiger Check schützt vor lebensgefährlichen Situationen
Funktionierende Bremsen sind das A und O im Straßenverkehr. Geradezu
alarmierend sind daher jüngste Prüfberichte der Technischen
Überwachungsvereine (TÜV): Schon viele dreijährige Autos weisen demnach grobe
Mängel an den Bremssystemen auf und würden die Prüfung nicht ohne
entsprechende Reparaturen bestehen. Insbesondere abgenutzte Bremsbeläge und
Bremsscheiben bieten Anlass zur Kritik. Hinzu kommen mit zunehmendem Alter
poröse Bremsschläuche und korrodierte Bremsleitungen.
Das größte Problem ist der schleichende Verschleiß ohne merklichen
Leistungsabfall. Dass mit den Bremsen etwas nicht stimmt, merkt man meistens erst,
wenn es zu spät ist, denn nur wenige Autos verfügen bisher über
Frühwarnsysteme.
Besonders kritisch ist zudem oft der Zustand der Bremsflüssigkeit: Sie ist „hygroskopisch“,
das heißt, sie zieht Wasser aus der Luft an – und dies auch dann, wenn das
Auto nicht gefahren wird. Die Gefahr: Die Bremsflüssigkeit erhitzt sich auf
weit über 100 Grad. Das enthaltene Wasser verdampft, das Gas kann nicht den
nötigen Bremsdruck erzeugen. Im Schlimmsten Fall tritt der Fahrer ins Leere.
Wer also auf Nummer Sicher gehen will, sollte Bremsen und Bremsflüssigkeit regelmäßig
in einer Fachwerkstatt warten lassen – insbesondere, wenn die Bremsen
durch häufige Stau- oder Stadtfahrten oder die individuelle Fahrweise großen
Belastungen ausgesetzt sind. Und speziell, wenn eine Fahrt über Alpenpässe und
Gebirgsstraßen ansteht. Normalerweise ist ein umfassender Bremsen- Chek Teil
der Jahresinspektion. Erste Sicherheit bietet aber auch die Sichtprüfung durch
den Profi, der den Zustand der sichtbaren Verschleißteile begutachtet und auf
Wunsch auch die Bremskraft prüft. Sichtprüfungen führen wir auch kurzfristig
oder im Rahmen von Fahrzeug-Check-Aktionen durch.
Der Bremsentipp
Obwohl der Autofahrer von außen am Rad nicht beurteilen kann, ob die Bremsen
abgefahren sind oder nicht, gibt es eindeutige Indizien.
- Überprüfen Sie beim Nachfüllen des Wischwassers den Stand im
Bremsflüssigkeitsbehälter. Ein niedriger Stand kann auf einen
schleichenden Defekt/eine Undichtigkeit im Bremssystem oder auch auf
abgefahrene Bremsbeläge hindeuten. Bremsflüssigkeit nie selber auffüllen,
sondern immer in die Fachwerkstatt fahren.
- Rubbeln und Quietschen beim Bremsen, Ausbrechen des Fahrzeugs beim
Bremsen, langer Pedalweg, brennende Warnleuchten (Bremsflüssigkeit,
Belagverschleißanzeige, Handbremskontrolle). Dann sofort in die Werkstatt.
Auch starke Rauch- und Geruchsentwicklung schließt auf einen Defekt am
Bremsbelag (verbrannt).
Einfahrtipps für Bremsbeläge: Mit neuen Bremsbelägen in den ersten
200 bis 500 Kilometer zu starke Bremsvorgänge nach Möglichkeit vermeiden. Die
Oberfläche des Bremsbelages muss sich erst an die Oberfläche der Bremsscheibe
anpassen. Diesen Vorgang nennt man Einbetten. Wird ein Bremsbelag während der
ersten Kilometer zu stark beansprucht, verbrennt das Reibmaterial. Richtiges
Einbetten des Bremsbelages garantiert beste Leistung, lange Lebensdauer und
verhindert Geräusche.
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